Macht Barca den selben Fehler wie Milan?

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Foto: vverve/Bigstock.com

Die aktuelle Entwicklung beim FC Barcelona kann dem ein oder anderem Sorgen machen. Schwieriges Personal wie Ousmane Dembélé, der lange Ausfall von Luis Suárez und die sich nähernde Zeit nach Lionel Messi. Doch sind es nur diese Probleme?

Neben Lionel Messi gibt es weitere Leistungsträger, die sich im Herbst ihrer Fußball-Karriere befinden. Piqué, Alba, Busquets, Vidal, Rakitic und Suárez. Alle über 30. Natürlich gibt es auch junge Hoffnungsträger wie Ansu Fati und Frenkie de Jong, doch ein wenig erinnert die Struktur an die Mannschaft des AC Milan beim letzten großen Erfolg in der Champions-League 2006/2007. In seinen Reihen hatte der AC Milan einige Weltlkasse-Spieler wie Dida, Nesta, Maldini, Cafú, Seedorf und auch Ronaldo. Doch diese waren bereits alle 30 oder älter. In der Saison hat das natürlich niemanden gestört, denn der Erfolg war da. Doch die Top-Spieler kassierten auch Top-Gehälter und mussten nach und nach ersetzt werden. Aufgrund des fehlenden Geldes konnten sie aber nicht gleichwertig ersetzt werden und das Ergebnis sieht man heute.

Dass dem FC Barcelona selbiges droht, ist natürlich nicht zu erwarten, aber möglich. Denn die Situation ist ähnlich. Barca hat mit 542 Mio. € (2018/2019) die mit Abstand höchsten Personalkosten aller Vereine. Auf dem zweiten Platz folgt für das Geschätsjahr 18/19 Real Madrid mit 394 Mio. €. Da fällt es natürlich schwer Rücklagen zu bilden, um die alternden Spieler ersetzen zu können. Und der Cash-Berg von über 150 Mio. €, der sich bis Juni 2019 angehäuft hat, dürfte bereits für die Ablösesummen von Griezmann und de Jong verwendet worden sein.

Falls die zu Beginn genannten Leistungsträger nicht alle bis 40 spielen, steht dem FC Barcelona in den nächsten Jahren ein größerer Umbruch bevor. Die finanziellen Rücklagen sind aktuell nicht groß. Aufgrund dessen müssen Fehlinvestitionen wie Dembélé oder Coutinho vermieden werden. Nur so bleibt Barca auch die nächsten Jahre in der europäischen Spitze.


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